Kitzingen vor 100 Jahren - Kriegsende, Neubeginn und Krisen

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Donnerstag, 14. November 2019 19:30–21:00 Uhr

Kursnummer 12111KT
Dozentin Doris Badel
Datum Donnerstag, 14.11.2019 19:30–21:00 Uhr
Gebühr kostenlos
Ort

Alte Synagoge Kitzingen, Saal
Landwehrstr. 1
97318 Kitzingen

Kursort

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Vortrag in Kooperation mit dem Stadtarchiv Kitzingen und der Frankenbund-Gruppe Kitzingen

Vortrag in Kooperation mit dem Stadtarchiv und der Frankenbund-Gruppe Kitzingen.
Politische, wirtschaftliche und soziale Krisen bestimmen das erste Nachkriegsjahr in Kitzingen. Seit 11. November 1918 liegt die öffentliche Gewalt beim "Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrat", den alle Behörden als Staatsgewalt anerkennen. Erstmals wird Anfang 1919 in Bayern ein demokratisches Parlament gewählt und in Kitzingen schafft bei der Gemeindewahl Mitte Juni Katharina Schuck als erste Frau den Sprung in den Stadtrat!
Skandalöse Unregelmäßigkeiten bei der Lebensmittelversorgung, Wucher und Schleichhandel kommen ans Tageslicht, Proteste häufen sich. Als Dauerproblem erweist sich auch die wachsende Zahl der heimkehrenden Soldaten, die zwar als "tapfere Vaterlandsverteidiger" begrüßt werden, deren weiteres Schicksal jedoch angesichts der katastrophalen Lage am Wohnungs- und Arbeitsmarkt ungewiss ist. Größere Bauprojekte oder Grundstückskäufe kann die Stadt auf Grund der angespannten Finanzlage nicht durchführen, lediglich der Notausbau von Wohnungen wird bezuschusst. Wohnungsnot, Versorgungsengpässe, hohe Lebensmittelpreise und Arbeitslosigkeit bleiben die Schlagworte auch für die folgenden Jahre.